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Behandlung im Voraus planen (BVP) - § 132g SGB V

Modulare Weiterbildung

Zielgruppe: Ärzte, Sozialpädagogen, examinierte Pflegende und pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung
Terminserie: jeweils 3 bzw. 2 Tage zu 3 Terminen: 04.02. bis 06.02.2019, 08.04. bis 10.04.2018, 27.05. bis 28.05.2018(Gültig bis: 28.05.2019)
Zeit: 08:30 – 17:30
Veranstaltungsort: Christophorus Akademie
Dozent: Prof. Dr. Dr. med. Berend Feddersen und Kollegen
Fortbildungspunkte: werden beantragt
Weitere Informationen:

Die Vorausplanung wird durch qualifizierte Gesprächsbegleiter angeboten. Daneben hat die Einrichtung im Rahmen ihres Aufgabenbereiches sicherzustellen, dass der ermittelte Patientenwille auch zur Umsetzung gelangt (interne Vernetzung). Zusätzlich ist durch eine enge Zusammenarbeit mit den regionalen Versorgungs- und Betreuungsanbietern darauf hinzuwirken, dass diese den Willen des Bewohners umsetzen (externe Vernetzung). Damit bedarf es einer „institutionellen Implementierung“ und Koordination des Konzeptes. Grundvoraussetzung der Finanzierung gemäß §132g SGB V ist die Erstellung eines Konzeptes zur Implementierung.


Die 8-tägige modulare Präsenzschulung orientiert sich an den Anforderungen des § 132 g SGB V sowie darüber hinaus dem aktuellen Schulungsstandard der Deutschsprachigen interprofessionellen Vereinigung Behandlung im Voraus planen (DiV-BVP e.V.). Sie umfasst ein Basismodul (Modul A = 3 Tage) und zwei Aufbaumodule (Modul B = 3 Tage; Modul C = 2 Tage).

 

Das Basismodul, Modul A, richtet sich an Mitarbeiter, die die institutionelle Implementierung und Koordination unterstützen (nach erfolgreichem Abschluss von Modul A), und ist das erste Modul zur Ausbildung zum Gesprächsbegleiter. Das Basismodul enthält folgende Themenfelder und Methoden:

 

  • Einführung: Entwicklung von Advance Care Planning / Behandlung im Voraus planen/ § 132g SGBV
  • ethische Grundlagen: Hintergrund zu Patientenautonomie, Stellvertreterentscheidung
  • rechtliche Grundlagen: Betreuung und Patientenverfügungsgesetz
  • Rollen und Aufgaben
  • Grundlagen Kommunikation und Gesprächsbegleitung
  • Elemente der Begleitungsgespräche
  • Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten
  • Dokumentation, Qualitätssicherung
  • institutionelle und regionale Implementierung

 

Das Basismodul stellt gleichzeitig das erste Modul der Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter nach § 132g SGB V dar. Um an den dazu erforderlichen zwei Aufbaumodulen teilnehmen zu können bedarf es neben einer Empfehlung durch das BVP-Trainerteam des Basismoduls jeweils des Nachweises der zwischen Modul A und B durchgeführten 6 Übungsgespräche des Praxisteils 1 (s. Hinweise >>).


Zwei Aufbaumodule zur Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter:

 

  • Kenntnisse zu medizinisch - pflegerischen Sachverhalten
  • Kommunikation und Gesprächsbegleitung
  • Elemente der Begleitungsgespräche
  • Dokumentation
  • Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten

 

Praxisteil 1:

  • insgesamt 12 selbständig durchgeführte Übungsgespräche
    6 x zwischen Modul A und B sowie
    6 x zwischen Modul B und C (s. Anlage >>)
  • davon mindesten 2 begleitete Beratungsprozesse mit insgesamt 4 Gesprächen
  • Vorbereitung der Kurse durch Erarbeitung des zur Verfügung gestellten Schulungsmaterials

 
Nach der erfolgreichen Teilnahme an allen drei Modulen und dem Absolvieren von Praxisteil 1 sind die Gespräche gemäß der § 12 der Rahmenvereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V vorläufig abrechenbar. Die endgültige Zertifizierung gemäß der Rahmenvereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V erfordert im Anschluss den Nachweis von Praxisteil 2:

 

Praxisteil 2:

  • 7 eigenverantwortlich durchgeführte Beratungsprozesse mit mindestens 14 Gesprächen innerhalb eines Jahres (Nachweis gegenüber der Akademie)
  • Teilnahme an 3 von vier Plenartreffen im Laufe eines Jahres (im Kurspreis enthalten)

Hinweis: Voraussetzungen der Teilnehmer
Um die Gespräche gem. § 132g SGB V abrechnen zu können, müssen die Teilnehmer gemäß § 12 der Vereinbarung vom 13.12.17 folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • berufliche Voraussetzungen: abgeschlossenes Studium im Bereich der Gesundheits-, Pflege-, Geistes-, Sozial-, oder Erziehungswissenschaften oder alternativ eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf der Gesundheitswissenschaften sowie eine mindestens dreijährige, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 8 Jahre mit mindestens einer halben Stelle
  • personale Kompetenzen wie Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflektion, nicht-direktiver Kommunikation, Empathie, Vernetzung

Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können teilnehmen, die Gespräche können jedoch nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden.

Anmeldung unter:

Christophorus Akademie

Klinikum der Universität München, Campus Großhadern 
Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin

Christophorus Akademie
für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit
Marchioninistraße 15
81377 München

Telefon +49 89 4400-77930
Telefax +49 89 4400-77939
christophorus-akademie@med.uni-muenchen.de
www.christophorus-akademie.de

Telefon: +49 89 4400-77930
Fax: +49 89 4400-77939
E-Mail: christophorus-akademie@med.uni-muenchen.de
Internet: http://www.christophorus-akademie.de/kursangebot/qualifizieren-in-palliative-care/behandlung-im-voraus-planen-bvp/behandlung-im-voraus-planen-2019
Anmeldung unter: http://www.christophorus-akademie.de/kursangebot/qualifizieren-in-palliative-care/behandlung-im-voraus-planen-bvp/behandlung-im-voraus-planen-2019
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