Mit dem Ende der intensiven Krebsbehandlung beginnt für viele Betroffene eine neue Phase. Behandlungstermine werden weniger, doch Erschöpfung, körperliche und seelische Folgen oder die Sorge vor einem Rückfall können bleiben. Deshalb widmet sich der Krebs-Informationstag auch dem Leben mit und nach Krebs. Workshops bieten konkrete Unterstützung bei Krankheitsbewältigung, Nachsorge sowie im Umgang mit Nebenwirkungen und Spät- und Langzeitfolgen. Ein eigenes Angebot richtet sich speziell an die Bedürfnisse von jungen Erwachsenen mit Krebs.
Der Workshop „Zum Tango tanzen braucht es mindestens zwei: Was gemeinsame Entscheidungsfindung in der Medizin wirklich bedeutet und was ich als Patientin/Patient wissen sollte?“, geleitet von Serap Tari, Psychoonkologin, Projektleiterin Bayern goes SDM – Shared Decision Making in der Onkologie (BZKF) am LMU Klinikum München, zeigt, wie Patientinnen und Patienten sich aktiv an Entscheidungen über ihre Behandlung beteiligen und gemeinsam mit ihrem Behandlungsteam einen für sie passenden Weg finden können.
Der Workshop „Das neue Normal – Sicherheit im Alltag, Coping und Umgang mit Nebenwirkungen“ mit den onkologischen Pflegefachfrauen Tanja Engeser, Melina Heiß und Katrin Liebing vom LMU Klinikum München vermittelt praxisnahes Wissen aus dem klinischen Nebenwirkungsmanagement.
Auch die Zeit nach der Erkrankung steht in mehreren Veranstaltungen im Mittelpunkt. Bei „Krebsüberleben – was bedeutet die gute Nachricht?“ sprechen Betroffene über das Leben mit und nach einer Krebserkrankung. Prof. Dr. Andreas Dinkel, Leiter des Funktionsbereichs Psychosoziale Onkologie am TUM Klinikum Rechts der Isar, beschäftigt sich mit der Angst vor einem Rezidiv und vermittelt Strategien für den Umgang damit. „Fatigue verstehen – Bewegung nutzen“ mit Dr. Axel Eustachi, Facharzt für Allgemeinmedizin, Praxis für Komplementärmedizin und Naturheilkunde München und Bernardine Madl, onkologische Sport- und Bewegungstherapeutin, Sportwissenschaftlerin M. Sc., aus der Präventiven Sportmedizin und Sportkardiologie der Technischen Universität München (TUM), verbindet Informationen über anhaltende Erschöpfung mit praktischen Anregungen. Der Workshop „Nachsorge nach Krebs: Was jetzt wichtig ist“ mit PD Dr. Michael Sandherr, niedergelassener Onkologe und Hämatologe in Germering, nimmt konkret die Phase nach Abschluss der Behandlung in den Blick.