News | 19.10.2026

Wissenschaftsrat begutachtet LMU Medizin

Der Wissenschaftsrat hat die Begutachtung der Universitätsmedizin in Bayern im Auftrag des Freistaats im Juli 2024 in sein Arbeitsprogramm aufgenommen. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde die LMU Medizin an zwei Tagen im Oktober 2026 vor Ort begutachtet. Zur Delegation gehörten insgesamt 19 hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Forschungseinrichtungen und Universitätskliniken in Deutschland und Österreich.
An zwei Tagen im Oktober 2026 begutachtete eine 19-köpfige Delegation des Wissenschaftsrats die LMU Medizin

Die regelmäßige Begutachtung universitätsmedizinischer Standorte zählt zu den Aufgaben des Wissenschaftsrats. Betrachtet werden dabei unter anderem rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen sowie Personal, Forschung, Translation und Transfer, Studium und Lehre, Krankenversorgung, infrastrukturelle Rahmenbedingungen, um Beispiel bauliche Infrastruktur und Ausstattung und IT und Digitalisierung, sowie Finanzen. Im Mittelpunkt der beiden Besuchstage standen Gespräche mit den unterschiedlichen Bereichen und Ebenen der LMU Medizin und der LMU, unter anderem mit LMU-Präsident Prof. Dr. Matthias Tschöp, sowie die Besichtigung zentraler Einrichtungen.

Auf Grundlage des Selbstberichts der LMU Medizin und dem Vor-Ort-Besuch erstellt der Wissenschaftsrat seine Bewertung und Empfehlungen in Form einer Stellungnahme zur weiteren Entwicklung, die auch veröffentlicht wird. Diese soll sowohl dem Freistaat Bayern als auch der LMU Medizin Orientierung für die künftige Entwicklung geben. Für uns können die Ergebnisse zugleich konkrete Impulse für die weitere strategische Entwicklung liefern.

Das Fazit fiel durchweg sehr positiv aus. Prof. Dr. Markus M. Lerch, Ärztlicher Direktor des Klinikums und Vorstandsvorsitzender: „Es war nicht nur eine Begutachtung durch den Wissenschaftsrat, sondern auch ein Selbstfindungsprozess der LMU Medizin. Der hat uns dazu angehalten mal konsequent darüber nachzudenken, was wir gut machen und was wir noch besser machen könnten. Für die enge Zusammenarbeit in unserem großartigen Team bin ich dankbar. Sie hat uns unserem Ziel nähergebracht.“

Dem stimmte auch der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Thomas Gudermann, zu und ergänzte: „In der Begutachtung durch den Wissenschaftsrat konnte sich die LMU Medizin in ihrem ganzen Umfang darstellen und hat wertvolle Hinweise für die weitere Entwicklung erhalten.”

Und Prodekanin Prof. Dr. Julia Mayerle sagte: „Nach einem intensiven Markenprozess, der Entwicklung eines Strategiepapiers und der Erstellung unseres Selbstberichts in einem großartigen Team war es mir eine besondere Freude, die Ergebnisse einer hochkarätig besetzten Kommission des Wissenschaftsrats mit vorzustellen. Die anregenden und konstruktiven Gespräche haben wertvolle Impulse gesetzt. Ich bin überzeugt, dass wir aus dem Bericht wichtige Erkenntnisse für unsere weitere Entwicklung gewinnen werden.“

Der Wissenschaftsrat ist das älteste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Europas und hat maßgeblich zur Entwicklung eines leistungsfähigen deutschen Wissenschaftssystems beigetragen.