Ausbildungsvergütung für weitere Gesundheitsberufe
Die Verbesserungen für die Auszubildenden basieren auf der Einigung über einen Tarifvertrag für Auszubildende in berufsfachschulischen Gesundheitsberufen, den die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erzielt hat: Rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 regelt dieser nun die Ausbildungsbedingungen in den Gesundheitsberufen der Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistenten/-innen (MTLA) bzw. Radiologieassistenten/-innen (MTRA) und Physiotherapeuten/-innen.
Die Neuregelung gilt für rund 3.500 Azubis an Kliniken im ganzen Bundesgebiet, darunter sind auch rund 250 Auszubildende am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe München (BSZG). Die circa 270 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen für Hebammen, für Krankenpflege und für Krankenpflegehilfe am BSZG bekommen ohnehin schon eine Ausbildungsvergütung.
Für die zukünftigen Auszubildenden bedeutet der Tarifabschluss konkret folgende Neuerungen:
- eine wöchentliche Ausbildungszeit von 38,5 Stunden
- ein Ausbildungsgehalt von 1.010,74 Euro im ersten Ausbildungsjahr, 1.070,80 Euro im zweiten Ausbildungsjahr und 1.167,53 Euro im dritten Ausbildungsjahr
- einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr
- eine Jahressonderzahlung in Höhe von 90 Prozent der Ausbildungsvergütung
- eine Freistellung für Prüfungsvorbereitungen von bis zu fünf Tagen
- bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eine Prämie von 400 Euro
- bei bedarfsgerechter Ausbildung einen Anspruch auf Übernahme für mindestens zwölf Monate
„Schülerinnen und Schüler, die früher aus finanziellen Gründen die Ausbildung nicht aufnehmen konnten oder sie sogar abbrechen mussten, haben jetzt eine Perspektive im Gesundheitswesen“, sagt Gabriele Emminger, Leiterin der Staatlichen Berufsfachschule für Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten. „Die angehenden Auszubildenden können nun – eher als zuvor – finanziell unabhängig von ihren Eltern, Nebenjobs oder Fördermitteln einen Beruf im Gesundheitswesen ergreifen.“
Bewerbungen für das Schuljahr 2020/21 können ab sofort eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten der drei Berufsschulen:
Über das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Gesundheitsberufe München:
Das Staatliche Berufliche Schulzentrum für Gesundheitsberufe München (BSZG) umfasst seit 2016 acht Berufsfachschulen an fünf Standorten: für MTLA, MTRA, Hebammen, Logopädie, Krankenpflege, Krankenpflegehilfe, Massage und Physiotherapie. Derzeit machen dort insgesamt circa 600 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung; die Krankenpflege ist der personell stärkste Ausbildungsberuf.
Ansprechpartner:
Dr. Tobias Greiner
Staatliches Berufliches Schulzentrum für Gesundheitsberufe München