Pressemitteilungen | 16.06.2026

LMU Radiologie erhält EU-weit erste Zertifizierung für den sicheren und qualitätsgesicherten Einsatz von KI in der Bildgebung

Klinik und Poliklinik für Radiologie am LMU Klinikum wird Teil eines internationalen Exzellenznetzwerks 
 Als erste Einrichtung in der Europäischen Union erhält die Klinik und Poliklinik für Radiologie des LMU Klinikums München die Auszeichnung als „ACR Recognized Center for Healthcare-AI“ (ARCH-AI) des American College of Radiology. Die Zertifizierung bestätigt den sicheren und qualitätsgesicherten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der medizinischen Bildgebung. Damit wird die Radiologie des LMU Klinikums Teil eines internationalen Netzwerks führender Universitätskliniken, das Qualitäts- und Leistungsstandards für klinische KI weiterentwickelt.
Die Radiologie am LMU Klinikum München ist als Teil eines internationalen Netzwerks führender Universitätskliniken anerkannt, das Qualitäts- und Leistungsstandards für klinische KI weiterentwickelt.

In der Klinik und Poliklinik für Radiologie am LMU Klinikum München unterstützt KI seit Jahren die Auswertung zahlreicher Untersuchungen, von Röntgen und Mammografie bis hin zu CT und MRT.

Im klinischen Alltag haben CE-zertifizierte KI-Algorithmen ihren festen Platz. Etwa zur Erkennung von Frakturen, zur Segmentierung, Quantifizierung und Charakterisierung von Läsionen und zur Messung krankheitsrelevanter Veränderungen im zeitlichen Verlauf. KI-basierte Anwendungen unterstützen die Analyse von Bilddaten und können zur schnelleren Erkennung relevanter Befunde beitragen.

ARCH-AI Auszeichnung des American College of Radiology
Auszeichnung „ACR Recognized Center for Healthcare-AI“ (ARCH-AI) des American College of Radiology

„Das Anerkennungsprogramm ARCH-AI bewertet, ob KI in der Radiologie strukturiert, sicher und zum Wohl der Patientinnen und Patienten eingesetzt wird“, sagt Prof. Clemens Cyran, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Radiologie. „Es legt verbindliche Standards für Auswahl, Validierung, Integration, Betrieb und Überwachung klinischer KI-Modelle fest.“ Eine stringente, kontinuierliche Überwachung der Leistung künstlicher Intelligenz im klinischen Einsatz ist unerlässlich, um sowohl die Patientensicherheit als auch einen verantwortungsvollen Ressourceneinsatz zu gewährleisten. „Die radiologisch-fachärztliche Beurteilung und Entscheidung durch unsere Expertinnen und Experten ist dabei zentraler Bestandteil“, ergänzt Cyran.

Qualitätssicherung als interdisziplinäre Aufgabe

Eine lückenlose Dokumentation und die Einhaltung aller Sicherheits- und Datenschutzanforderungen sind Voraussetzung für einen sicheren Betrieb. „Wir erfassen und bewerten Einsatz und Leistung der Modelle im laufenden Betrieb kontinuierlich und systematisch. Dies gelingt am besten durch die enge Zusammenarbeit von Expertinnen und Experten aus Radiologie, Medizinphysik, Data Science und IT“, erklärt Maria Steinberger, Bereichsleitung Medizinphysik der LMU Radiologie.

Teil eines internationalen Exzellenznetzwerks

„Bislang wurden überwiegend US-amerikanische Kliniken als ARCH-AI-Zentren anerkannt, darunter führende Einrichtungen wie die Mayo Clinic, Mass General Brigham (Harvard Medical School) und Yale New Haven Health“, sagt Prof. Dr. med. Clemens Cyran. „Mit der Zertifizierung der Klinik und Poliklinik für Radiologie am LMU Klinikum München ist nun erstmals eine Einrichtung innerhalb der Europäischen Union Teil dieses internationalen Netzwerks.“ In Europa zählen damit bislang lediglich drei Einrichtungen zu den anerkannten Zentren, darunter zwei Kliniken in der Schweiz. Die Auszeichnung unterstreicht den Anspruch, KI in der radiologischen Diagnostik nach höchsten Standards für Sicherheit, Effektivität und Effizienz einzusetzen.

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Prof. Dr. med. Clemens Cyran

Geschäftsführender Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Radiologie, LMU Klinikum

Maria Steinberger

Bereichsleitung Medizinphysik, Klinik und Poliklinik für Radiologie, LMU Klinikum