News | 09.09.2026

❤️‍🩹 KD-CAR – Kawasaki Disease Coronary Assessment Registry

Promovierender Maximilian Opel

Das Kawasaki-Syndrom ist eine akute Vaskulitis, die sich vor allem an den Koronararterien

manifestiert. In der Folge können Dilatationen, kleine Aneurysmen bis hin zu

Riesenaneurysmen auftreten. Diese Gefäßdefekte stellen signifikante Risikofaktoren für

kardiovaskuläre Ereignisse wie Koronarthrombosen, Stenosen und myokardiale Ischämien dar.

Somit ist das Kawasaki-Syndrom ein Hauptverursacher für erworbene Herzerkrankungen im

Kindesalter und dementsprechend klinisch höchst relevant. Die Diagnostik, Therapie und

Prognostik dieser Erkrankung ist bisher jedoch unzureichend erforscht und orientiert sich vor

allem an der pathophysiologisch anders gearteten Koronarsklerose im Erwachsenenalter.

Das KD-CAR (Kawasaki Disease Coronary Assessment Registry) sammelt nun international

Langzeitdaten in einem digitalen Studienregister (RedCap) für eine evidenzbasierte

Optimierung der Risikostratifizierung und Therapieplanung bei Koronaraneruysmen nach

einem Kawasaki-Syndrom. Konkret werden kathetergestützte und bildmorphologische

Befunde aus Koronar-CT und Herz-MRT auf Anzahl, Morphologie, Größe und Lokalisation von

Koronaraneurysmen ausgewertet. Außerdem werden die stattgehabten medikamentösen,

interventionellen und herzchirurgischen Maßnahmen erfasst. Die Patien:innendaten werden

am Standort München sowie mehreren anderen in Deutschland und dem Ausland erhoben

und zentral in oben genanntem Register zusammengeführt.

Im Rahmen dieser Promotionsarbeit sollen weitere Zentren und Patient:innen ins Register

eingeschlossen und bereits erfasste Patient:innen longitudinal nachverfolgt werden. Konkret

soll die Dynamik von Koronarpathologien im Langzeitverlauf untersucht werden. Insbesondere

sollen spezifische morphologische Charakteristika von initialen Koronaraneurysmen analysiert

werden, die mit der späteren Entwicklung von Koronarstenosen oder Thrombosen assoziiert

sind. Auf lange Sicht können diese Erkenntnisse in Empfehlungen für die Akuttherapie und die

Nachsorge der Patient:innen einfließen. Die Ergebnisse werden zur Publikation in

internationalen Fachjournalen aufbereitet, sowie im Rahmen nationaler und internationaler

Fachkongresse präsentiert.