„Die Einführung der neuen Therapien ist zwar ein wissenschaftlicher Durchbruch“, sagt Prof. Robert Perneczky, Leiter der Abteilung für Psychische Gesundheit im Alter und des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums des LMU Klinikums: „Entscheidend ist aber, ob wir diese Fortschritte zeitnah, sicher und für alle zugänglich in die Regelversorgung bringen. ACCESS AD bietet die Chance, europaweit Versorgungsstrukturen zu schaffen, die Patientinnen und Patienten eine moderne personalisierte Diagnostik und Therapie ermöglichen.“ Dafür entwickeln und erproben die Beteiligten „ein integriertes Versorgungskonzept entlang des gesamten Krankheitsverlaufs.“
Beispiel: Kürzlich wurden in einem Modellprojekt in rund 20 Münchner Apotheken Tablets installiert, mit denen die älteren Kunden einen Gedächtnistest machen und einige Fragen beantworten können. Eine eigens dafür entwickelte digitale Plattform in Zusammenarbeit mit dem Technologie-Start-Up Medotrax (www.medotrax.com) übernimmt die Auswertung und gibt Hinweise auf das individuelle Risiko. Im Zuge dessen bekommen die Betroffenen Adressen von Anlaufstellen, die gezielt über Präventionsmaßnahmen informieren – „was man machen kann, damit das Gehirn fit bleibt“, wie Perneczky sagt.