Ein Angebot, das universitäre Expertise mit lokaler Versorgung verknüpft, stellten Dr. med. Alisa Martina Lörsch, Sprecherin des Molekularen Tumorboards am TUM Klinikum Rechts der Isar, und Prof. Dr. med. Volker Heinemann vor: „Das Molekulare Tumorboard am CCC München verbindet modernste molekulargenetische Diagnostik mit interdisziplinärer Spitzenexpertise – digital und standortunabhängig“, sagte Lörsch. „So ermöglichen wir auch Patientinnen und Patienten aus ländlichen Regionen Zugang zu personalisierten Therapien und innovativen Studien, ohne ihre wohnortnahe Betreuung aufzugeben.“
In digitalen Tumorboards wie dem Molekularen Tumorboard am CCC München können Ärztinnen und Ärzte aus kleineren Kliniken oder ländlichen Praxen in einer Online-Konferenz Patientenfälle gemeinsam mit einem interdisziplinären Expertenteam beider Münchner Unikliniken diskutieren. In einem Molekularen Tumorboard beraten Experten und Expertinnen verschiedener Fachrichtungen gemeinsam über die bestmögliche Therapie, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit seltenen oder fortgeschrittenen Erkrankungen – mit dem Ziel, personalisierte Therapien auf Basis molekulargenetischer Untersuchungen zu finden. Sie prüfen dabei auch, ob Patienten für klinische Studien infrage kommen und so früher von neuen Therapien profitieren können. Ein Angebot, von dem auch Patientinnen und Patienten auf dem Land profitieren: Mittlerweile stammen 30 Prozent der im Molekularen Tumorboard besprochenen Patientenfälle von extern zuweisenden Ärztinnen und Ärzten.