Positronen-Emissions-Tomographie

"Was ist ein FDG-PET/CT?"

Die PET/CT ist ein kombiniertes Untersuchungsverfahren bestehend aus einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und einer Computertomographie (CT) und liefert in einem Untersuchungsgang zum einen Informationen über Stoffwechselprozesse, die im Körper ablaufen, zum anderen, über die Generierung hochauflösender Schnittbilder, Informationen über mögliche krankhafte Veränderungen (z. B. bösartige Tumoren/Metastasen) von Organen und Gewebestrukturen.

Im Rahmen der FDG PET-Untersuchung wird dem Patienten zunächst über einen venösen Zugang eine schwach radioaktive Spürsubstanz (Tracer) verabreicht. Hierbei handelt es sich um mittels eines radioaktiven Fluor-Isotops (Fluor-18) markierten Traubenzucker (F-18-Fluordesoxyglucose; FDG). Da die meisten bösartigen Tumoren einen höheren Stoffwechsel aufweisen als gesundes Gewebe und somit auch mehr dieses radioaktiv markierten Traubenzuckers aufnehmen, eignet sich dieses Verfahren u. a. zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Tumoren (z. B. unklarer Lungenrundherd), zur Suche nach einem unklaren Primärtumor, zum Staging eines bekannten Tumorleidens oder zur Überprüfung eines Therapieansprechens bei bekanntem Tumorleiden.

"Wie funktioniert PET/CT?"

Bei den für die PET verwendeten radioaktiven Substanzen handelt es sich um Positronenstrahler. Diese senden ein positiv geladenes Teilchen aus, welches nur eine sehr kurze Lebensdauer (Nanosekundenbereich) hat und im Körper nur eine Reichweite von wenigen Millimetern aufweist, bevor es eine Wechselwirkung mit einem Elektron eingeht. Hierbei entstehen zwei hochenergetische Lichtquanten (Photonen) die in genau entgegengesetzter Richtung ausgesandt werden und durch einen ringförmigen Detektor aufgezeichnet werden können, was eine exakte Ortsauflösung ermöglicht. In Kombination mit einer zeitgleich durchgeführten Computertomographie können diese so detektierten Stoffwechselvorgänge anatomisch im Körper genau zugeordnet werden.

Wie ist der "Untersuchungsablauf FDG-PET/CT?"

Von Patientenseite ist darauf zu achten vor der Durchführung einer PET/CT für mindestens 6 Stunden nichts zu essen oder zu trinken, mit Ausnahme von Wasser. In vielen Fällen führen wir die CT-Komponente unter Verwendung iodhaltiger Kontrastmittel durch. Hier ist zu klären ob bei einer eventuell schon stattgehabten CT-Untersuchung eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Kontrastmittel aufgetreten ist. Zudem ist abzuklären, ob eine Nierenschädigung oder eine Schilddrüsenüberfunktion bestehen. Im Falle einer ambulanten Untersuchung sollte der Patient somit vorab vom Hausarzt den Kreatinin- und TSH-Wert bestimmen lassen und zur Untersuchung mitbringen. Da es eine gewisse Zeit dauert, bis sich die Untersuchungssubstanz im Körper verteilt wird die Untersuchung ca. 60 Minuten nach der Applikation gestartet. Die eigentliche Untersuchungszeit im PET/CT-Gerät beträgt ca. 30 Minuten. Insgesamt sollte am Untersuchungstag ein Zeitraum von ca. 2-3 Stunden bei uns in der Abteilung eingeplant werden.