Neue Diagnostika für Tuberkulose bei Kindern

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Tuberkulose eine der zehn häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Einer der Hauptgründe ist, dass die Erkrankung oftmals nicht richtig und rechtzeitig diagnostiziert wird. Dies betrifft insbesondere ressourcenschwache Regionen. Verfügbare Tests sind zu teuer, komplex oder technisch aufwendig. Es bedarf dringend neuer, kinderfreundlicher Testverfahren, die anhand einfacher Proben (z. B. Speichel) durchgeführt werden können. Um dies zu ändern, evaluatiert die Forschungsgruppe "Neue TB-Diagnostika" unter der Leitung von Dr. med. Laura Olbrich, DPhil (LMU Clinical Scientist of the Year 2024), neue Diagnostika. Dazu werden Studien zu neuen TB-Diagnostika vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet.

Ein Schwerpunkt ist RaPaed-AIDA-TB (Rapid and Accurate Diagnosis of Paediatric TB - An AIDA (Assessment of Innovative Diagnostic and Algorithms for Early and Sensitive Detection of Acute TB)), eine der größten TB-Diagnostikstudien bei Kindern. Ergebnisse des Projekts wurden im Oktober 2023 im Fachmagazin The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht (vgl. Newsmeldung LMU, 31.10.2023).

Die Ergebnisse der Forschungsgruppe sind auch in die Entwicklung von TB-Diagnostik-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeflossen.

Weitere Forschung zu neuen Tuberkulose-Diagnostika

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