Palliativansprechpartner:innen 2.0 - Multiprofessioneller Austausch

Hausinterne Veranstaltung für Mitarbeiter:innen des LMU Klinikums

Kursbeschreibung

Am Klinikum der LMU als Maximalversorger werden jedes Jahr sehr viele Patient:innen mit fortgeschrittenen Erkrankungen (z. B. Krebs, COPD, chronische Herzinsuffizienz, chronische Niereninsuffizienz)  und begrenzter Lebenserwartung  betreut. Auf den Allgemein- und Intensivstationen wird sich mit großem Engagement um diese Patient:innengruppe gekümmert. Dennoch versterben einige dieser Patient:innen. Eine rechtzeitige Verlegung auf die dafür spezialisierte Palliativstation ist oft nicht möglich.

Zur Verbesserung der allgemeinen Palliativversorgung, also der Betreuung und Versorgung von schwerkranken und sterbenden Patient:innen auf jeder Station und Fachabteilung, begann der Palliativdienst der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin 2016 mit dem Aufbau eines Netzwerks. Es wurden gezielt pflegerische und ärztliche Kontaktpersonen von den Stationen und Abteilungen benannt, deren Aufgabe es ist, die jeweiligen Teams für die Bedürfnisse, Behandlung und Begleitung dieser Patient:innengruppe zu sensibilisieren. Aber auch um wiederkehrende Herausforderungen und Defizite in der Versorgung zu erkennen, um daraus Schulungsbedarfe zu identifizieren.
So kann der Palliativdienst z. B. im Rahmen von Team- und Abteilungsbesprechungen Schulungen übernehmen oder den Ansprechpartner:innen Material für interne Schulungsmaßnahmen zur Verfügung stellen.

Inhalte und Themen

18.06.2026: Perfusoren – Neue Standards im Palliativdienst zur Symptomkontrolle

Der Palliativdienst vollzieht einen grundlegenden Strategiewechsel in der Perfusortherapie zur Symptomkontrolle. Künftig setzen wir konsequent auf standardisierte Monoperfusoren (Einzelsubstanz-Perfusoren) statt der bekannten Mischperfusoren mit klar definierten Standards für Indikation, Vorgehen, Dosisanpassung und Bedarfsgaben.

Ein zentraler Bestandteil der Umstellung ist zudem die neue, einheitliche Dosierungslogik: Statt „mg/24 h“ werden die Standards ab sofort durchgängig in „mg pro Stunde (mg/h)“ angegeben. In der Fortbildung erläutern wir die Hintergründe, stellen die neuen Standards praxisnah vor und diskutieren typische Anwendungssituationen sowie Sicherheitsaspekte – damit Ärzt:innen und Pflegefachkräfte als palliative Ansprechpartner:innen die Umstellung sicher und einheitlich in den klinischen Alltag übertragen können.

Zielsetzung

Was möchten wir mit dem Netzwerk und den Schulungen erreichen?
  • direkte Hilfe vor Ort durch kollegiale Beratung seitens der Palliativansprechpartner:innen
  • frühzeitige Unterstützung für schwerkranke Patient:innen im Krankheitsverlauf und im Umgang mit ihrem Schicksal
  • Begleitung und Linderung von Symptomen in der Sterbephase 
  • gemeinsame Entwicklung einer klinikübergreifenden SOP
     

Methoden

Vortrag, kollegialer Austausch, Diskussion

Hinweis

Für Pflegekräfte wird die Teilnahme als Arbeitszeit anerkannt.

Zielgruppe

Pflegende, Ärzt:innen die als Palliativansprechpartner:innen benannt werden

Kursnummer

26 G-KPM PA2

Termin

19.11.2026

Beginn: Donnerstag 14:00 Uhr
Ende: Donnerstag 16:00 Uhr

Kursformat

Präsenzveranstaltung

Ort

LMU Klinikum Kinderpalliativzentrum München
Campus Großhadern
Marchioninistr. 15
81377 München

Kosten

kostenfrei

Leitung/ Referent:innen

Dr. med. Johannes Rosenbruch
und Kolleg:innen

Anmeldung

bis Donnerstag, 05.11.2026

Anmeldung

Weitere Termine