Schulterchirurgie am MUM 

Das Schultergelenk: Beweglich und oft schmerzhaft

Schulterschmerzen sind eine häufige Beschwerde und können Menschen jeden Alters betreffen. Die Häufigkeit von Schulterschmerzen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Alter, der körperlichen Aktivität, dem Beruf und dem Lebensstil. Studien zeigen, dass Schulterschmerzen bei etwa 20% bis 50% der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens auftreten können.

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk, das aus drei Knochen besteht: dem Oberarmknochen (Humerus), dem Schulterblatt (Scapula) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Die Gelenkfläche des Oberarmknochens ist kugelförmig und passt in eine flache Gelenkpfanne im Schulterblatt, die als Glenoidhöhle bezeichnet wird. Die Verbindung zwischen diesen beiden Knochen wird als Glenohumeralgelenk bezeichnet.

Das Schultergelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben, die mit Bändern verstärkt ist. Die Rotatorenmanschette ist eine Gruppe von vier Muskeln und Sehnen, die das Schultergelenk umgeben und stabilisieren. Diese Muskeln und Sehnen verbinden den Oberarmknochen mit dem Schulterblatt und helfen bei der Drehung und Abduktion des Arms.

Zwischen dem Schulterdach (Akromion) des Schulterblatts und dem Oberarmkopf verläuft eine Schleimbeutel (Bursa subacromialis), der als Puffer zwischen diesen beiden Knochen dient und Reibung verringert.

Insgesamt ermöglicht das Schultergelenk eine große Bewegungsfreiheit, was es zu einem der beweglichsten Gelenke des menschlichen Körpers macht. Allerdings ist es auch anfällig für Verletzungen und Verschleißerscheinungen, die zu Schmerzen und Einschränkungen führen können.

Termin in der Sprechstunde Obere Extremität

Krankheitsbilder und Therapien

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Das Impingement-Syndrom der Schulter beschreibt eine Enge zwischen Oberarmkopf (Humeruskopf) und Akromion (= knöcherner Fortsatz des Schulterblattes), welches das Dach des Schultergelenks bildet. Durch diesen Zwischenraum verlaufen die Sehnen der Rotatorenmanschette (z.B. Supraspinatussehne), die maßgeblich für die Beweglichkeit der Schulter von Bedeutung sind. Vor allem beim seitlichen Abheben des Armes kann es zu einer schmerzhaften Enge zwischen Humeruskopf und Akromion kommen. Zudem kann das Impingement-Syndrom als Begleiterscheinung bei anderen Schultererkrankungen (z.B. Instabilität) auftreten und bedarf deshalb einer exakten Abklärung. Vielerorts werden nicht näher erklärbare Schulterbeschwerden als Impingementsyndrom fehlgedeutet, wodurch die Erkennung der tatsächlichen Problematik herausgezögert wird und eine adäquate Therapie ausbleibt. In unserer Schulter- und Ellenbogensprechstunde verfolgen wir dagegen das Ziel, durch eine genaue Untersuchung der Schulter die richtige Diagnose frühzeitig zu stellen und das ursächliche Problem von Anfang an zu behandeln.

Anatomie des Schultergelenks mit den vier Muskeln: M. supraspinatus, M. infraspinatus, M. subscapularis, M. teres minor

Als Rotatorenmanschette werden vier Muskeln des Schultergelenks zusammengefasst. Diese setzen mit ihren Sehnen am Oberarmkopf an und ermöglichen das Drehen und Anheben des Armes. Außerdem erfüllen diese Muskeln und Sehnen wichtige Aufgaben bei der Stabilisierung des Schultergelenks.

Teile der Rotatorenmanschette verlaufen in dem begrenzten Raum zwischen Oberarmkopf (Humerus) und Schulterdach (Acromion), dem sogenannten Subacromialraum.

Gesunde Sehne, Teilriss und kompletter Riss am Beispiel der Supraspinatussehne


Schultereckgelenksarthrose oder Akromioklavikulararthrose ist eine Erkrankung, bei der das Akromioklavikulargelenk (AC-Gelenk), das die Verbindung zwischen dem Schulterblatt und dem Schlüsselbein bildet, durch Abnutzung und Verschleiß beschädigt wird. Dies kann zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führen.

Schultereckgelenksarthrose  tritt normalerweise bei älteren Erwachsenen auf, aber es kann auch bei Menschen auftreten, die in bestimmten Sportarten aktiv sind oder Verletzungen an der Schulter hatten. Die Symptome können Schmerzen im Schultergelenk, Schwellungen, eine eingeschränkte Beweglichkeit und eine schmerzhafte Veränderung des Gelenks sein.

Die Behandlung von Schultereckgelenk Arthrose hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In frühen Stadien kann eine konservative Behandlung, wie z.B. Schmerzmedikation, Physiotherapie und Schulterübungen, helfen, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

In fortgeschrittenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um das beschädigte Gelenk zu ersetzen oder zu reparieren. Es gibt verschiedene Optionen, wie z.B. eine Schulterarthroskopie, bei der das beschädigte Gewebe entfernt wird (laterale Schlüsselbeinresektion).

Die Rehabilitation nach einer Schultereckgelenksarthrose-Operation ist wichtig, um die volle Funktionalität und Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. Physiotherapie-Übungen können helfen, die Muskeln und Bänder um das Gelenk zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern

Im Rahmen einer Schulterausrenkung (Luxation), bei der der Obararmkopf (Humeruskopf) traumatisch aus seiner Gelenkpfanne (Glenoid) gehebelt wird, können Verletzungen der das Schultergelenk bildenden und umgebenden Strukturen resultieren. Eine häufige Verletzung (Läsion) in diesem Zusammenhang ist die sogenannte Bankart-Läsion.

Die Gelenkpfanne ist von einer Gelenklippe (Labrum glenoidale) zirkulär umgeben, die einen erheblichen Anteil zur Schultergelenksstabilität beiträgt. Im Rahmen eines Traumas wie zum Beispiel der Schulterausrenkung kann diese Struktur vor allem im vorderen-unteren Pfannenrandbereich teilweise oder vollständig ausreißen.

Seltener kommt es zu einer Verletzung im hinteren Pfannenrandbereich, hier spricht man von einer „reversed“ Bankart-Läsion. Deutlich seltener besteht die Möglichkeit eines zusätzlichen Ausrisses knöcherner Anteile der unmittelbar unter der Gelenklippe liegenden Gelenkpfanne.

Bei allen Verletzungen der Gelenklippe besteht eine deutlich höhere Instabilität des Schultergelenkes mit relevant erhöhtem Risiko einer erneuten Ausrenkung und frühzeitiger Gelenkabnutzung (Arthrose).

Die Frozen Shoulder ist eine Erkrankung, die Schmerzen und Steifheit im Schulterbereich verursacht. Sie tritt oft bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf und betrifft häufiger Frauen als Männer. Die Ursache ist oft unbekannt, aber es gibt Risikofaktoren wie Diabetes oder Verletzungen.

Die Symptome einer Frozen Shoulder entwickeln sich allmählich und treten in drei Phasen auf: der "Einfrierphase", der "eingefrorenen Phase" und der "Auftau-Phase". Während der Einfrierphase treten starke Schmerzen auf, die bei Bewegung der Schulter schlimmer werden. In der eingefrorenen Phase wird die Schulter steif und die Schmerzen können nachlassen, aber die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt. In der Auftau-Phase beginnt die Beweglichkeit wieder zu verbessern.

Die Behandlung von Frozen Shoulder zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen. Dies kann durch physiotherapeutische Übungen, manuelle Therapie, entzündungshemmende Medikamente und in schweren Fällen durch operative Eingriffe erreicht werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann helfen, die Symptome zu reduzieren und die Zeit der Genesung zu verkürzen. Eine neue und innovative Therapieform ist die transarterielle periartikuläre Embolisation, kurz TAPE. Diese wird am MUM in interdiziplinärer Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Radiologie angeboten. Mehr Informationen finden Sie hier: Frozen Shoulder Embolisationstherapie (TAPE)

Das Schlüsselbein (=Klavikula) stellt eine knöcherne Verbindung des Brustbeins (=Sternum) mit den Schulterblättern (=Scapulae) dar und ermöglicht den großen Bewegungsumfang des Schultergürtels im Verhältnis zum Brustkorb (=Thorax). Durch mehrere Bänder und gelenkähnliche Knorpel sind Brustbein, Schlüsselbein und Schulterblatt miteinander verbunden.


Eine AC-Gelenkssprengung tritt auf, wenn das Akromioklavikulargelenk, das die Verbindung zwischen dem Schulterblatt und dem Schlüsselbein bildet, verletzt verletzt. Dies kann durch ein Trauma verursacht werden, wie z.B. ein Sturz auf die Schulter, ein Schlag auf die Schulter oder ein Unfall.

Die Symptome einer AC-Gelenkssprengung können Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse, Bewegungseinschränkungen und eine Hochstand des Schlüsselbeins umfassen. Je nach Schweregrad der Verletzung wird die Sprengung in sechs Grade eingeteilt, von einer leichten Zerrung bis hin zur kompletten Trennung der Bänder des Gelenks.

Die Behandlung einer AC-Gelenkssprengung hängt von der Schwere der Verletzung ab. Bei leichten Verletzungen kann eine konservative Behandlung, wie z.B. vorrübergehende Ruhigstellung, Schmerzmedikation und Physiotherapie ausreichend sein. Bei schwereren Verletzungen kann eine Operation erforderlich sein, um das Gelenk zu stabilisieren oder zu reparieren.

Am MUM bieten wir alle operativen und konservativen Therapien bei akuten oder chronischen Verletzungen des AC-Gelenks an. Dies umfasst die minimal-invasive arthroskopische Stabilsierung mittels Faden-Flaschenzugsystemen oder die aufwändige Rekonstruktion mit Sehnetransplantaten bei chronischen AC-Gelenkssprengungen.

Die Rehabilitation nach einer AC-Gelenkssprengung ist wichtig, um die volle Funktionalität und Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. Physiotherapie-Übungen können helfen, die Muskeln und Bänder um das Gelenk zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern.

Der Oberarmkopfbruch (lat. proximale Humerusfraktur) ist eine knöcherne Verletzung des Oberarms im Bereich des Schultergelenks und stellt ca. 5% aller Knochenbrüche dar. Als typische Verletzung des älteren Menschen tritt sie besonders häufig bei Frauen mit Osteoporose auf (proximale Humerusfraktur beim älteren Patienten). Im Gegensatz zum älteren Patienten ist beim jüngeren Patienten meist eine höhere Gewalteinwirkung im Rahmen von Arbeits- und Sportunfällen (z.B. Skiunfall) ursächlich.

Dabei ist das Ausmaß der Verletzung nicht nur vom eigentlichen Knochenbruch, sondern auch von weiteren Begleitverletzungen (z.B. Pulley-Läsionen) abhängig. Beim jungen Patienten ist der Anspruch an die Schulterfunktion für gewöhnlich sehr hoch und ein Ausfall der Berufstätigkeit einschneidend. Gekennzeichnet ist der Oberarmkopfbruch durch unmittelbar nach dem Sturz auftretende Schmerzen und einen wenige Tage später sichtbaren Bluterguss am Oberarm. Zu einer gründlichen Diagnostik gehören ein Röntgenbild und in vielen Fällen eine Computertomographie um den Verlauf des Bruches und die einzelnen Bruchstücke präzise einordnen zu können. Anschließend wir der verletzte Arm in einem Schulterverband ruhig gestellt damit die durch Bewegung an den Bruchteilen verursachten Schmerzen möglichst gering gehalten werden.

Der Oberarmkopf setzt sich aus vier Knochenelementen zusammen und kann an unterschiedlichen Stellen in zahlreiche Bruchstücke zerspringen, was ihn sehr anfällig für komplizierte Bruchverletzungen macht. Daher ist das Vorgehen je nach Frakturform exakt und mit viel Erfahrung zu planen. Das Ziel unserer Behandlung ist es das Patienten mit einem Oberarmkopfbruch so schnell wie möglich eine schmerzfreie und vollständige Schulterfunktion zurückerlangen damit die Rückkehr in Beruf und Alltag frühzeitig wieder möglich wird. An beiden Standorten des Klinikums (Innenstadt und Großhadern) wird die Behandlung durch das Team der Schulter- und Ellenbogenchirurgie organisiert und Behandlungsentscheidungen gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen getroffen.

Bei der Wahl der Behandlungsstrategie ist grundsätzlich zwischen nicht verschobenen (nicht dislozierten) und verschobenen (dislozierten) Brüchen zu unterscheiden. Die nicht verschobenen oder nur minimal verschobenen Oberarmkopffrakturen können ohne Operation (konservativ) behandelt werden. Eine Ruhigstellung im Verband für zwei Wochen ist meist ausreichend und nach acht bis zwölf Wochen ist der Arm in der Regel wieder einsatzfähig. Eine konservative Behandlung ist beim jungen Patienten größtenteils ambulant möglich.

Viele Brüche müssen jedoch aufgrund der starken Fehlstellung und der damit verbundenen Bewegungseinschränkung und Schmerzen durch eine Operation behandelt werden. Hierzu zählen verschobene Brüche, Brüche mit vielen Bruchstücken (Mehrfragmentfrakturen), Trümmerbrüche und Verrenkungsbrüche des Oberarmkopfes.

In den letzten Jahren haben eine Reihe neuer Erkenntnisse zum Verständnis dieser Verletzung beigetragen und sich daraus neue Behandlungsmethoden entwickelt. Insbesondere minimalinvasive und arthroskopische Versorgungsmöglichkeiten wie auch der Einsatz moderner Implantate haben die operative Behandlung dieser Verletzungen grundlegend verändert. Beim jungen Patienten ist die anatomische Rekonstruktion besonders wichtig, da sie nicht nur das unmittelbare klinische Ergebnis beeinflusst, sondern auch die Prognose des Gelenks in Bezug auf Langzeitschäden (z.B. Arthrose) bestimmt. Hierzu werden verschiedenste Materialien und Techniken verwendet. Eine Fraktur kann z.B. mittels Schrauben und Platten (winkelstabil oder konventionell) behandelt werden.

Nachbehandlung

Für den Erfolg der Behandlung ist eine frühfunktionelle Krankengymnastik (Physiotherapie) ebenso wichtig wie die eigentliche Operation. Hierbei steht im Vordergrund, ein Einsteifen des Schultergelenkes zu verhindern und schon in der frühen Phase der Knochenheilung ein gutes Bewegungsausmaß zu erreichen. Nach etwa 6 bis 8 Wochen ist der Knochenbruch so fest durchbaut, dass eine Wiedererlangung leichter Tätigkeiten (Schreibtisch) in den meisten Fällen möglich ist. Große Belastungen im Sinne von kräftigem Abstützen oder Heben sowie Sport sind allerdings für mindestens drei Monate zu vermeiden.

In diesem Zeitraum werden die Heilungserfolge durch die klinische Untersuchung und Röntgenaufnahmen in unserer Sprechstunde kontrolliert. Eine erste Wiedervorstellung hierfür erfolgt meistens 6 Wochen nach Entlassung aus unserer Klinik. Die endgültige Knochenheilung ist jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Bis das endgültige Resultat erreicht ist, kann es bis zu einem Jahr dauern.

Der Musculus biceps brachii (=Bizepsmuskel) hat zwei Ursprungssehnen an der Schulter: Die lange Bizepssehne (LBS) sowie die kurze Bizepssehne. Während die kurze Bizepssehne am Proc. coracoideus (=Rabenschnabelfortsatz des Schulterblattes) entspringt ist der Ursprung der langen Bizepssehne am oberen Rand des Glenoids (=Schulterpfanne). Von dort aus zieht die LBS durch das Schultergelenk und den Sulcus bicipitalis (knöcherner Bizepskanal am Oberarmknochen) bevor beide Sehnen am Oberarm in den Bizepsmuskel übergehen und weiter unten am Unterarmknochen inserieren (distale Bizepssehne). Schmerzen im Bereich der Bizepssehne am Schultergelenk können mehrere Ursachen haben.


Altersbedingte Abnutzung

Knorpel hat hervorragende Gleiteigenschaften mit extrem geringer Reibung, indem die Zellen Proteine und kollagene Fasern bilden, welche eine große Menge Wasser für ein gutes Gleiten binden und gleichzeitig eine hohe Elastizität des Knorpels ermöglichen. Im Laufe der Alterung nimmt sowohl die Bildung der Proteine als auch die Produktion und Stabilität der kollagenen Fasern ab, wodurch es zu Aufbrüchen der Knorpeloberfläche kommt mit Verschlechterung der Gleiteigenschaften. Letztendlich kommt es zur Ausdünnung des Knorpels bis der darunterliegende Knochen frei liegt.

Instabilität

Die Gelenkfläche der Pfanne (Glenoid) beträgt nur ein Drittel der knorpeligen Gelenkfläche des Oberarmkopfes. Durch die zentrierenden Strukturen (Bändern, Muskel, Sehnen, Knorpellippe) wird eine höchstmögliche Kontaktfläche erreicht und so Spitzendrücke vermindert. Im Rahmen einer Instabilität mit resultierender Verminderung der Zentrierung und Entstehung von punktuellen Spitzenbelastungen kommt es zur fortschreitenden Schädigung des Knorpels.

Humeruskopfbrüche

Durch Brüche des Oberarmkopfes können Fehlstellungen entstehen, welche zur Inkongruenz des Gelenkes und Belastungssteigerung des Knorpels mit vermehrtem Verschleiß führen. Teilweise kommt es auch nicht zu einer regelrechten Ausheilung nach einer Operation mit Platte oder Nagel (Osteosynthese) oder zu einer Ausheilung in Fehlstellung. Auch kann der Oberarmkopf soweit frakturieren, dass eine Osteosynthese nicht mehr möglich ist und stattdessen die Implantation eines Schultergelenkersatzes notwendig ist. 

Humeruskopfnekrose

Aufgrund einer Durchblutungsstörung des Oberarmkopfes, z.B. durch Brüche oder Medikamente, kommt es zum Absterben des Knochens mit resultierender Deformierung der Oberfläche des Oberarmkopfes. Die daraus entstehende Inkongruenz führt zu vermehrter Belastung des Knorpels mit resultierendem Verschleiß.

Defektbildung der Rotatorenmanschette

Aufgrund degenerationsbedingter Risse der Rotatorenmanschette steigt der Oberarmkopf höher bis unter das Schulterdach und belastet so exzentrisch den Knorpel der Pfanne. Gleichzeitig fällt durch den Riss der Sehnen der Rotatorenmanschette die Funktion der Muskulatur und damit die Kraft und Beweglichkeit der Schulter zunehmend aus.

Symptome

Die Arthrose des Schultergelenkes führt zunächst zu vermehrten Schmerzen bei Belastung der Schulter, nach einiger Zeit auch in Ruhe. Die Beweglichkeit des Schultergelenkes wird zunehmend eingeschränkt, wobei zuerst das Ausmaß der Drehbewegung und die Möglichkeit den Arm über Schulterhöhe anzuheben verloren geht. Nach und nach lässt auch die Kraft nach. Die Schmerzen können in den Arm, aber auch in den Nackenbereich ausstrahlen.

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