HIPEC – Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie
Prinzip:
Die HIPEC wird mit einer Operation kombiniert, bei der alle sichtbaren Tumorabsiedlungen im Bauchraum entfernt werden (Cytoreduktive Chirurgie, CRS).
Im Anschluss wird eine erwärmte Chemotherapielösung (ca. 42 °C) für etwa 60–90 Minuten in die Bauchhöhle eingebracht und zirkuliert.
Die Hitze und der direkte Kontakt mit der Bauchfelloberfläche verstärken die Wirksamkeit der Medikamente, während die systemische Belastung vergleichsweise gering bleibt.
Wann kommt HIPEC infrage?
Eine HIPEC kann sinnvoll sein bei:
- Peritonealmetastasen von Darm-, Magen- oder Appendixkarzinomen (Pseudomyxoma peritonei)
- Bösartigem Peritonealmesotheliom
- In ausgewählten Fällen anderer abdomineller Tumorerkrankungen
Die Behandlung kann auch noch möglich sein, wenn einzelne Metastasen außerhalb des Bauchraums (z. B. in Leber oder Lunge) bestehen und chirurgisch oder durch lokale Maßnahmen kontrolliert werden können.
Ziel:
Durch die Kombination aus Operation und HIPEC kann die Tumorlast deutlich reduziert, das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und die Lebensqualität erhalten werden.