„Stigma Adipositas – zwischen Makel und Selbstbestimmung“
Was als wissenschaftlicher Austausch angekündigt war, wurde zu einer wissenschaftlichen Begegnung und einem nachhaltigen Abend: Das diesjährige Jahressymposium der Stiftung Allgemeinmedizin hinterließ bei allen Anwesenden einen bleibenden Eindruck.
Unter dem Thema „Stigma Adipositas – zwischen Makel und Selbstbestimmung“ widmeten wir uns einer der drängendsten, aber oft am tiefsten missverstandenen Herausforderungen unserer Gesellschaft und Medizin.
Ein Abend voller Fakten, Daten und persönlicher Einblicke
Dass dieses Thema längst über reine Zahlen und Fakten hinausgeht, machten die beiden Referentinnen des Abends vom ersten Moment an spürbar. Mit herausragender Fachkompetenz und gleichzeitig persönlicher Nahbarkeit nahmen die Wissenschaftlerin Frau Prof. Katharina Timper und die Schriftstellerin Frau Dr. Nastasja Penzar das Publikum mit auf eine Reise zwischen medizinischer Realität und menschlichem Schicksal.
Durch die einzigartige Kombination aus hochkarätiger medizinischer Forschung und literaturwissenschaftlicher Analyse wurde der Abend zu einer anregenden Veranstaltung. Die Vorträge machten deutlich, wie auch Vorurteile verankert sind – und wie dringend wir einen Perspektivwechsel brauchen.
Wenn der Abend eines unmissverständlich klargestellt hat, dann dies: Adipositas ist eine chronische Erkrankung. Sie ist weder ein individueller Makel noch ein Mangel an Disziplin.
Der Weg zu mehr Selbstbestimmung für Betroffene führt nur über:
- Entstigmatisierung: Das Durchbrechen von gesellschaftlichen Vorurteilen im Alltag und in der Praxis.
- Empathie: Ein verständnisvoller, aufgeschlossener Blick auf die Menschen hinter der Diagnose.
- Aufklärung: über die medizinischen Möglichkeiten und eine Versorgung auf Augenhöhe, die die Komplexität der Erkrankung anerkennt.
Herzlichen Dank!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren beiden großartigen Rednerinnen. Unser Dank gilt ebenso den über 80 Gästen, deren Offenheit und Neugierde diesen Abend zu etwas Besonderem gemacht haben.