Pharmakotherapie (Dreischulte)

                         Prof. Dr. Tobias Dreischulte

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Tobias Dreischulte beschäftigt sich mit Arzneimittel-therapiesicherheit, Polypharmazie und der Nutzung von Gesundheitsdaten zur Verbesserung der Versorgung. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Medikationsrisiken – insbesondere bei älteren und multimorbiden Patienten – frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und vermeidbare unerwünschte Arzneimittelereignisse zu reduzieren. Dazu entwickelt und untersucht die AG digitale und datenbasierte Ansätze, etwa zur Identifikation von Hochrisikopatienten, zur Detektion unerwünschter Arzneimittel-wirkungen in Routinedaten sowie zur Nutzung klinischer Texte mithilfe von Natural Language Processing.

Die Studien und Projekte der AG reichen von Routinedatenanalysen und pharmako-epidemiologischen Fragestellungen über Projekte der Medizininformatik-Initiative wie POLAR, INTERPOLAR, VALUE und GeMTeX bis hin zu praxisnahen Interventionen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in der hausärztlichen Versorgung wie der PARTNER-Studie.

GeMTeX - German Medical Text Corpus

Im klinischen Alltag fallen viele Texte wie Arztbriefe und Befunde an, die wertvolle Informationen zur Krankheitsgeschichte, zum -verlauf und zur Behandlung enthalten. Mit Hilfe dieser Texte könnten…

Use Case INTERPOLAR

Gesundheitliche Probleme, die durch die fehlerhafte Einnahme von unterschiedlichen Medikamenten entstehen können, werden oftmals unterschätzt. Dabei kann dies zu erneuten Krankenhauseinweisungen und…

PARTNER-Studie

Worum geht es? Immer mehr ältere Patientinnen und Patienten nehmen fünf oder mehr Arzneimittel ein und sind somit von Multimedikation betroffen. Multimedikation ist oft notwendig, kann aber mit…

TARGET-ADE – TARGETed prevention of hospitalisations due to Adverse Drug Events

Weltweit wird etwa jede 13. Aufnahme in eine Innere Abteilung eines Krankenhauses durch unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) verursacht. Diese können auf Wechsel- und Nebenwirkungen bei der…

VALUE-Studie

Die Detektion unerwünschter Ereignisse (UE) und unerwünschter Arzneimittelwirkungen (UAW) in Routinedaten ist aus verschiedenen Gründen von besonderer Bedeutung. Die Identifikation von UE einerseits…