Psychische Gesundheit (Löchner)

                        Prof. Dr. Johanna Löchner

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Johanna Löchner beschäftigt sich mit der Prävention, Früherkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, psychische Belastungen – etwa Depression, Angst, Stress oder selbstschädigendes Verhalten – frühzeitig zu erkennen, individuelle Risiko- und Schutzfaktoren besser zu verstehen und niedrigschwellige, evidenzbasierte Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Dazu verbindet die AG klinisch-psychologische und psychotherapeutische Perspektiven mit digitaler Gesundheitsforschung. Untersucht werden unter anderem e-Mental-Health-Interventionen, mobile Assessment, digitale Phänotypisierung, Ecological Momentary Assessment sowie KI- und LLM-basierte Ansätze für Prävention, Diagnostik und Versorgung.

Die Studien und Projekte der AG reichen von Präventions- und Interventionsstudien im Jugend- und jungen Erwachsenenalter bis hin zu Forschung zu digitaler therapeutischer Allianz, Nutzerbindung, Anthropomorphisierung und den Chancen und Risiken generativer KI in der psychischen Gesundheitsversorgung.

UNIty: Vernetzung von Netzwerken, Interaktionen und Technologie für die psychische Gesundheit von Jugendlichen

Multizentrische Studie zur Prävention und Frühintervention psychischer Gesundheit bei Studierenden in Zusammenarbeit mit Prof. Björn Schuller (TU München), Prof. Caterina Gawrilow (Uni Tübingen),…

LAMA: Verknüpfung von akutem und chronischem Stress mit Aktivität des Immunsystems – eine Mehrebenenanalyse

Akuter Stress löst adaptive physiologische Reaktionen aus, darunter vorübergehende Anstiege entzündlicher Zytokine, während chronischer Stress mit anhaltender Entzündungsaktivität einhergeht, die zur…

KoDeS: Training kognitiver Kontrolle zur Linderung depressiver Symptome – eine vollständig digitale klinische Studie

Dieses Projekt untersucht die Wirksamkeit eines vollständig digitalen, KI-gestützten Trainings kognitiver Kontrolle zur Reduktion depressiver Symptome sowie die Identifikation individueller…

RISE-VR: Resilienz, Introspektion sowie soziale und emotionale Kompetenzen in virtueller Realität

Virtuelle Realität wird seit Jahrzehnten in der Psychotherapie eingesetzt, bislang jedoch vor allem im Kontext von Expositionstherapien. Andere psychische Erkrankungen, insbesondere affektive…

PROTECT: LLM-basierte Chatbots als therapeutische Unterstützung?

In diesem Projekt untersuchen wir Potenziale und Grenzen von Chatbots als digitale psychotherapeutische oder beratende Systeme. Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit großer Sprachmodelle stellt sich…

Early SoDA: Früherkennung von Depression und Angst bei Jugendlichen mittels digitaler Biomarker

Ziel dieses Projekts ist die frühzeitige Identifikation von Angst- und Depressionssymptomen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mithilfe einer Smartphone-App (EMA + Audioanalyse, KI-gestützt).…

TWIN STR2ESS: Risiko- und Resilienzfaktoren psychischer Gesundheit über die Lebensspanne

Dieses Projekt untersucht das Zusammenspiel genetischer und Umweltfaktoren in der Entwicklung psychischer Gesundheit. Ziel ist es, zentrale Mechanismen für die Entstehung und den Verlauf psychischer…