Wissenschaft hilft Depression – Data Science for Social Good (DSSG): Ein Rückblick
Nun ist es geschafft: Bei der Abschlussveranstaltung am 2. Oktober in unserem Institut für Allgemeinmedizin präsentierten die fünf Fellows des DSSG ihre Ergebnisse. Das Highlight: Aus der Datenanalyse ist mit dem „Collaborative Care Compass“ ein Forschungs-Prototyp für ein Tool hervorgegangen, das in der Praxis konkret von Ärzt:innen und Patient:innen genutzt werden kann – ein wichtiger Schritt hin zu einer passgenauen strukturierten Versorgung und Anbindung depressiver Patient:innen im hausärztlichen Kontext.
Der Hintergrund: Im Rahmen des DSSGx Munich (Data Science for Social Good) Fellowships wurden in einem zweimonatigen Intensivprogramm die Daten unserer Depressionsstudie aus dem POKAL-Graduiertenkolleg zur kollaborativen Versorgung ausgewertet. Fünf internationale Fellows – talentierte junge Data Scientists – waren dafür nach München gekommen. Das Besondere: wir hatten die Ehre, das erste medizinische DSSGx-Projekt zu bestreiten.
An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten bedanken – bei unseren fünf Fellows für ihr außerordentliches Engagement, bei den Mentorinnen und Mentoren des SODA Labs am Institut für Statistik (LMU München) unter der Leitung von Prof. Dr. Frauke Kreuter, dem Munich Center for Machine Learning (MCML), den beratenden Ärztinnen und der Patientenvertreterin sowie bei allen, die das Projekt mit ihren Daten, Ideen und ihrer Unterstützung möglich gemacht haben.
Für uns beginnt nun die spannende Phase: den Prototyp weiterzuentwickeln und das Tool so aufzubereiten, dass es in der täglichen Praxisroutine tatsächlich einsetzbar wird – zum Nutzen von Hausärztinnen und Hausärzten sowie ihren Patientinnen und Patienten. Bleiben Sie gespannt auf die nächsten Schritte!
Collaborative Care Compass
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Collaborative Care Compass ein Forschung-Prototyp ist, dessen Aussagekraft noch geprüft werden muss.