KoDeS: Training kognitiver Kontrolle zur Linderung depressiver Symptome – eine vollständig digitale klinische Studie
Dieses Projekt untersucht die Wirksamkeit eines vollständig digitalen, KI-gestützten Trainings kognitiver Kontrolle zur Reduktion depressiver Symptome sowie die Identifikation individueller Ansprechparameter mittels Sprachanalysen.
Depressive Symptome stellen eine zentrale Herausforderung über verschiedene klinische und subklinische Kontexte hinweg dar (z. B. Burnout, Angststörungen, Long-/Post-COVID). Ein zentraler Mechanismus ist eine beeinträchtigte kognitiv-emotionale Kontrolle.
Die klinisch geprüfte Intervention (de:)press®, entwickelt am Universitätsklinikum Tübingen, wird in einer randomisierten Online-Studie mit über 100 Teilnehmenden evaluiert. Mithilfe großer Sprachmodelle und Verfahren des Natural Language Processing werden sprachbasierte Marker für Depression untersucht und skalierbare digitale Forschungsinfrastrukturen entwickelt.
Das Projekt trägt zur Entwicklung niedrigschwelliger, personalisierter Behandlungsansätze bei und stärkt die translationale Forschung im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) unter Berücksichtigung von Open-Science-Prinzipien und der Einbindung von Expertinnen und Experten aus Erfahrung.
Kooperation: DZPG-Standorte (u. a. Tübingen, München, Berlin-Potsdam)
Förderung: DZPG Visions, BMBF
Laufzeit: Juli 2025 – Juni 2028
Verantwortlich: Nadine Schmitt