Medizinische Physik
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Wir als Team der Medizinphysik übernehmen die Umsetzung des Strahlenschutzrechts sowie der Grundsätze des Strahlenschutzes in der Radiologie.
Unsere Hauptaufgaben umfassen insbesondere die Verantwortung für die Dosimetrie sowie die Optimierung des Strahlenschutzes für Patienten und Personal. Auch über die Klinik und Poliklinik für Radiologie hinaus übernehmen/verantworten wir die physikalisch-technische Betreuung der in Diagnostik und Intervention eingesetzten Geräte, die Röntgenstrahlung verwenden.
In enger Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Team und den Medizinischen Technologen für Radiologie sorgen wir dafür, dass Untersuchungen und Interventionen bei optimaler Bildqualität und möglichst geringer Strahlenexposition durchgeführt werden. Grundlage hierfür ist das sogenannte ALARA-Prinzip („as low as reasonably achievable“), ein international anerkanntes Optimierungsprinzip des Strahlenschutzes.
Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über unsere klinischen Aufgaben und Forschungsschwerpunkte.
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Aufgabenbereiche der Medizinischen Physik
In der folgenden Übersicht erhalten Sie einen Einblick in unsere klinischen Aufgaben. Diese umfassen den Strahlenschutz von Patienten sowie des Personals. Weitere zentrale Aufgabenbereiche sind Qualitätssicherung, Gerätetechnik sowie Lehre und Ausbildung. Darüber hinaus verantworten wir administrative Tätigkeiten, die für den sicheren und regelkonformen Betrieb von Röntgengeräten erforderlich sind.
Physikalisch-technische Betreuung der Röntgengeräte
Wir übernehmen die physikalisch-technische Betreuung der zur Diagnostik und Intervention eingesetzten Geräte, die Röntgenstrahlung verwenden. Dies umfasst die Klinik und Poliklinik für Radiologie als auch weitere Fachbereiche des LMU Klinikums.
Konstanzprüfung
Die Konstanzprüfung von Röntgengeräten ist eine regelmäßige Überprüfung der technischen Funktion und der physikalischen Bildqualität. Sie dient der Sicherstellung einer gleichbleibenden Leistungsfähigkeit sowie des Strahlenschutzes gemäß den gesetzlichen Vorgaben. Die Durchführung erfolgt durch die Medizinischen Technologen für Radiologie aus dem Team der Medizinphysik.
Abgeschlossene Projekte
Optimierung der Prüfung von persönlicher Strahlenschutzkleidung
Implementierung eines hausweiten Konzepts mit mobiler Durchleuchtungseinheit für Strahlenschutzkleidung und Inventarisierung in eigener Python-Datenbank.
Implementierung eines Dosismanagementsystems
Zur Einhaltung der gesetzlichen Regelungen sowie den Anforderungen unseres hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden und eine hohe Patientensicherheit zu gewährleisten, wurde ein zentrales Dosismanagementsystem eingeführt. Im Rahmen der Anbindung aller betreuten Geräte wurde die Daten- und Bildübermittlung optimiert. Das System bildet die Grundlage, um das Verhältnis zwischen geringer Strahlenexposition der Patienten und hoher diagnostischer Bildqualität kontinuierlich zu verbessern. Darüber hinaus bieten die erhobenen Daten einen wertvollen Beitrag für wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Forschungsprojekte.
Online Strahlenschutzunterweisung
Um die Sensibilisierung der Mitarbeiter im Strahlenschutz dauerhaft zu stärken, wurde ein E-Learning-Format für die jährliche Unterweisung eingeführt. Diese erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, ermöglicht eine flexible, ortsunabhängige Schulung und erleichtert die Dokumentation sowie Nachverfolgung der Teilnahme.
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Forschungsschwerpunkte
Unsere wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf folgende Schwerpunkte:
• Entwicklung von Methoden zur Analyse und Optimierung der Strahlenexposition
• Optimierung der diagnostischen Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenexposition
• Weiterentwicklung von Röntgenbildgebungsverfahren
• Implementierung von KI-Tools zur Verbesserung radiologischer Workflows
Ausgewählte Projekte
• Analyse der Strahlenexposition von Notaufnahmepatienten bei Computertomographie-Untersuchungen
• Multizentrische Studie zur Erhebung lokaler Dosisorientierungswerte für die pädiatrische Projektionsradiographie
• Klinikübergreifende Analyse der beruflichen Strahlenexposition bei röntgengeführten interventionellen Eingriffen mittels Live-Dosimetrie
• Vergleich der Streustrahlenexposition des Personals bei bilateralen angiographischen Eingriffen mit und ohne Einsatz steriler, strahlenabsorbierender Patientenabdeckungen
• Verbesserung der radiologischen Lungendiagnostik bei CT-Thorax-Verlaufskontrollen durch patientenindividuelles Atemgating und laserunterstützte Positionierung
• Untersuchung des Einsatzes von KI-Tools in der klinischen Routine mit Fokus auf Performance, Zuverlässigkeit und den Einfluss auf den diagnostischen Workflow
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Leitung
089 4400 77611Maria Steinberger, M.Sc., MHBA
Bereichsleitung, Medizinphysikexpertin (Röntgendiagnostik)
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Medizinphysik
Matthias Bock, M.Sc.
Medizinphysikexperte (Röntgendiagnostik)
Anna Sophie Duque, M.Sc.
Medizinphysikexpertin (Röntgendiagnostik) in Ausbildung
Dipl.-Ing. Maryam Ostadi Ataabadi
Medizinphysikexpertin (Röntgendiagnostik)
Dr. rer. biol. hum. Michael Peller, Dipl.-Phys.
Medizinphysikexperte (Röntgendiagnostik)
Friederike Rust, M.Sc.
Medizinphysikexpertin (Röntgendiagnostik)
Sabine Woellert, M.Sc.
Medizinphysikexpertin (Röntgendiagnostik) in Ausbildung
Konstanzprüfung
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Kontakt und Lageplan
Maria Steinberger, M.Sc., MHBA
Bereichsleitung Josef Lissner Laboratorium / EG00 / Würfel KL
Marchioninistraße 15+49 89 4400 77611
81377 MünchenBFMtOPDN,vimsfuWl#vfiuyziu,emi