Nase, Nebenhöhlen & Allergie

Im Bereich Nase, Nebenhöhlen und Allergie werden an der HNO-Klinik des LMU Klinikums München unter anderem endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie, Nasenscheidewandkorrekturen oder auch eine allergologische Abklärung und Therapie, die Behandlung von Nasenpolypen mit Biologika, eine Morbus-Osler-Sprechstunde sowie eine Riechsprechstunde angeboten.

Behinderte Nasenatmung, wiederkehrende Nebenhöhlenentzündungen, Nasenpolypen und Allergien werden an der HNO-Klinik des LMU Klinikums konservativ und operativ behandelt, aus einer Hand und mit Zugang zu den neuen medikamentösen Therapien. Die Klinik ist Teil des zertifizierten Allergiezentrums des LMU Klinikums (Comprehensive Allergy Center). Wenn eine behinderte Nasenatmung zur Schlafapnoe beiträgt, wird die Nasenchirurgie in das schlafmedizinische Konzept eingebunden; erweiterte endoskopische Eingriffe bis zur vorderen Schädelbasis erfolgen mit dem Schädelbasiszentrum.

Funktion der Nase

Die Nasenscheidewand teilt die Nase in zwei Höhlen; von den Seitenwänden ragen die Nasenmuscheln hinein, die die Atemluft anwärmen und anfeuchten, bei starker Schwellung aber den Luftstrom behindern. Die Nase ist zugleich Sitz des Geruchssinns mit rund 10 bis 30 Millionen Riechzellen; der größte Teil dessen, was wir schmecken, wird tatsächlich gerochen. Die Nasennebenhöhlen, Stirnhöhle, Kieferhöhlen, Siebbeinzellen und Keilbeinhöhle, sind luftgefüllte Hohlräume der Schädelknochen, deren Schleimhaut ihr Sekret über natürliche Öffnungen in die Nase ableitet.

Endoskopische Nasennebenhöhlenoperationen pro Jahr
Septumplastiken und Eingriffe an den Nasenmuscheln pro Jahr
Patientinnen und Patienten unter Biologikatherapie
Allergologische Abklärungen pro Jahr

 Behandlungsschwerpunkte

Behinderte Nasenatmung: Nasenscheidewand und Nasenmuscheln

Behinderte Nasenatmung behandelt die HNO-Klinik des LMU Klinikums nach endoskopischer Untersuchung, bei Bedarf mit Messung des Nasendurchflusses (Rhinomanometrie) vor und nach abschwellendem Spray. Sind vergrößerte Nasenmuscheln der Grund, hilft oft ein ambulanter Eingriff mit Radiofrequenz oder Laser. Liegt zugleich eine Verkrümmung der Nasenscheidewand vor, führt erst die Septumplastik in Kombination mit der Verkleinerung der Muscheln zu dauerhafter Besserung; dabei werden Knorpel und Knochen der Scheidewand, die den Atemfluss behindern, gezielt und schonend korrigiert. Wenn die äußere Nase stört, kann die Korrektur der Form mit dem funktionellen Eingriff verbunden werden.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (FESS)

Behinderte Nasenatmung behandelt die HNO-Klinik des LMU Klinikums nach endoskopischer Untersuchung, bei Bedarf mit Messung des Nasendurchflusses (Rhinomanometrie) vor und nach abschwellendem Spray. Sind vergrößerte Nasenmuscheln der Grund, hilft oft ein ambulanter Eingriff mit Radiofrequenz oder Laser. Liegt zugleich eine Verkrümmung der Nasenscheidewand vor, führt erst die Septumplastik in Kombination mit der Verkleinerung der Muscheln zu dauerhafter Besserung; dabei werden Knorpel und Knochen der Scheidewand, die den Atemfluss behindern, gezielt und schonend korrigiert. Wenn die äußere Nase stört, kann die Korrektur der Form mit dem funktionellen Eingriff verbunden werden.

Allergologie

Allergien klärt die HNO-Klinik des LMU Klinikums München mit Prick-Test, nasaler Provokationstestung und spezifischer IgE-Diagnostik ab und behandelt sie nach aktueller Leitlinie, bis zur spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung); die Klinik ist Teil des Allergiezentrums des LMU Klinikums.

Biologika bei Nasenpolypen (CRSwNP)

Biologika sind Antikörper, die gezielt in die Entzündung eingreifen, die Nasenpolypen wachsen lässt; die HNO-Klinik des LMU Klinikums München setzt sie ein, wenn Operation und Kortison nicht ausreichend wirken, mit individueller Auswahl des Wirkstoffs und regelmäßigen Verlaufskontrollen.

Morbus Osler

Morbus Osler, die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie, ist eine Erbkrankheit mit fehlgebildeten Blutgefäßen in Haut, Schleimhaut und inneren Organen; die HNO-Klinik des LMU Klinikums München führt dafür eine eigene Sprechstunde und behandelt gemeinsam mit Innerer Medizin und Interventioneller Radiologie. Oft ist wiederkehrendes Nasenbluten ab der Pubertät der erste Hinweis.

Riechstörungen

Riech- und Schmeckstörungen klärt die HNO-Klinik des LMU Klinikums in der Riechsprechstunde am Campus Großhadern ab, nach Vereinbarung.

 Häufige Fragen

Eine Nasennebenhöhlenoperation ist sinnvoll, wenn eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung trotz konsequenter medikamentöser Behandlung anhält, wenn Polypen die Atmung blockieren oder anatomische Engstellen den Abfluss behindern. Die Entscheidung fällt nach Endoskopie und Bildgebung in der HNO-Klinik.

Biologika sind Antikörper, die gezielt in die Entzündung eingreifen, die Nasenpolypen wachsen lässt. Sie kommen infrage, wenn Operation und Kortisonsprays nicht ausreichend wirken; die Therapie läuft über längere Zeit und wird in der HNO-Klinik regelmäßig kontrolliert.

Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) gewöhnt den Körper über mehrere Jahre an das auslösende Allergen und ist die einzige ursächliche Behandlung einer Allergie. Ob sie für Sie geeignet ist, klärt die allergologische Abklärung in der HNO-Klinik.

Eine Nasenoperation hilft gegen Schnarchen manchmal, selten allein. Eine behinderte Nasenatmung ist ein Baustein, den die Schlafmedizin der HNO-Klinik zusammen mit Schlafendoskopie und Schlaflabor bewertet.

Ihre Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Christoph Reichel
 Geschäftsführender Oberarzt
PD Dr. med. Manuel Lasch  
 Oberarzt

Termine und  Kontakte

Nasennebenhöhlen- und Morbus-Osler-Sprechstunde, Campus Großhadern: Freitag 8:00 bis 14:30 Uhr (Dr. Stihl) · Allergiesprechstunde, Großhadern: Dienstag 8:00 bis 15:30 Uhr (PD Dr. Lasch, PD Dr. Volgger) · Riechsprechstunde nach Vereinbarung; Terminvergabe +49 (0)89 4400-73889

Fachlich verantwortlich: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Canis, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU Klinikum · Stand Oktober 2026