Vestibularisschwannom

Beobachten, bestrahlen oder operieren

An der HNO-Klinik des LMU Klinikums München wird das Vestibularisschwannom (Akustikusneurinom) je nach Größe, Lage, Wachstum und Hörvermögen mit Verlaufskontrolle, Bestrahlung oder Operation behandelt. Der in der Regel gutartige Tumor geht von den Hüllzellen des Gleichgewichtsnervs aus. Das interdisziplinäre Schädelbasisboard erarbeitet dazu eine Behandlungsempfehlung.

Was ist ein Vestibularisschwannom

Ein Vestibularisschwannom entsteht im inneren Gehörgang, wächst langsam und drückt auf Hör-, Gleichgewichts- und Gesichtsnerv. Typische erste Zeichen sind einseitige Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche und Gleichgewichtsstörungen. Die Diagnose wird mit der Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) gestellt.

Optionen für das weitere Vorgehen

Für die Behandlung eines Vestibularisschwannoms kommen an der HNO-Klinik des LMU Klinikums drei Wege in Betracht. Kleine Tumoren ohne erkennbares Wachstum werden regelmäßig mit Bildgebung kontrolliert. Die Radiochirurgie, eine gezielte, hoch dosierte Bestrahlung mit Gamma Knife oder Cyberknife, soll das Wachstum kleiner und mittlerer Tumoren in einer oder wenigen Sitzungen aufhalten. Die Klinik hat die funktionellen Ergebnisse dieser Behandlung wissenschaftlich begleitet. 

Bei einer Operation wird der Tumor gemeinsam mit Fachvertretern der Neurochirurgie entfernt. Zugang und Technik richten sich nach Größe und Lage des Tumors sowie nach dem Ziel, das Hörvermögen zu erhalten. Auf Grundlage der Empfehlung des Schädelbasisboards wird gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten entschieden, welcher Weg eingeschlagen wird.

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung eines Vestibularisschwannoms folgen regelmäßige Kontrollen mit Bildgebung und Hörtest. Bei Hörverlust auf der betroffenen Seite ist eine Versorgung mit Hörimplantaten gemeinsam mit der Abteilung Audiologie der HNO-Klinik des LMU Klinikums möglich.

Behandelte Vestibularisschwannome pro Jahr

 Häufige Fragen

Vestibularisschwannome wachsen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. In vielen Fällen beträgt das Wachstum nur wenige Millimeter pro Jahr oder es stagniert, weshalb die Beobachtung mit Bildgebung oft der erste Schritt ist.

Zur Sprechstunde bei einem Vestibularisschwannom an der HNO-Klinik des LMU Klinikums bringen Sie bitte aktuelle MRT-Bilder auf CD, einen Hörtest und die Arztbriefe mit.

Ihre Ansprechpartner
 Porträt Prof. Dr. med. John Martin Hempel, Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der HNO-Klinik am LMU Klinikum
Prof. Dr. med. John-Martin Hempel  
 Leitender Oberarzt, Stellvertretender Klinikdirektor

Termine und  Kontakte

Schädelbasissprechstunde

Informationen folgen in Kürze


Ohrsprechstunde Innenstadt 

Freitag (Prof. Hempel)

Terminvergabe: +49 (0)89 4400-53641

Fachlich verantwortlich: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Canis, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU Klinikum · Stand Oktober 2026