Plastisch-rekonstruktive & ästhetische Chirurgie
In der plastisch-rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie stellt die HNO-Klinik des LMU Klinikums München Form und Funktion wieder her: Gesichtsreanimation bei Gesichtsnervenlähmung, Aufbau einer fehlenden Ohrmuschel, Rekonstruktion nach Tumoroperationen, dazu Nasenkorrektur, Lidkorrektur, Ohranlegeplastik und Narbenbehandlung, wo sie fachärztlich sinnvoll sind.
Allgemeine Informationen
Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie der HNO-Klinik am LMU Klinikum stellt Form und Funktion wieder her, wenn eine Gesichtsnervenlähmung die Mimik genommen hat, eine Ohrmuschel seit der Geburt fehlt oder eine Verletzung, eine Operation oder ein Tumor Spuren hinterlassen haben. Angeborene Züge wie eine Schiefnase oder abstehende Ohren empfinden viele Betroffene als Belastung; auch hier berät und operiert die Klinik, wobei der Erhalt oder die Wiederherstellung der Funktion stets vor der Ästhetik steht. Die Operateure sind Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde mit der Zusatzbezeichnung „Plastische und Ästhetische Operationen“.
Behandlungsschwerpunkte
Gesichtsreanimation bei Gesichtsnervenlähmung
Bei vollständiger Lähmung des Gesichtsnervs stellt die HNO-Klinik des LMU Klinikums München die Bewegung des Gesichts wieder her: mit dem Temporalismuskeltransfer zur dynamischen Reanimation, mit der direkten Rekonstruktion des Nervs nach Tumoroperationen und mit statischen Verfahren zum Schutz des Auges.
Ohrmuschelrekonstruktion und Mikrotie
Aufbau der Ohrmuschel mit individuell geformtem Gerüst aus porösem Polyethylen bei Kindern und Erwachsenen, kombinierbar mit Hörimplantaten; 113 Rekonstruktionen in zehn Jahren.
Nasenkorrektur (Septorhinoplastik)
Nasenkorrekturen führt die HNO-Klinik des LMU Klinikums aus funktionellen und ästhetischen Gründen durch, oft beides zugleich: Bei der Septorhinoplastik werden innere Struktur und äußere Form in einem Eingriff operiert. Schief-, Höcker- oder Sattelnase, Korrekturen nach mehrfachen Brüchen oder Voroperationen, bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und an der Nasenspitze verlangen jeweils ein eigenes Konzept, das im ambulanten Vorgespräch geplant wird; dort wird geklärt, was stört und was sich realistisch korrigieren lässt. Der Eingriff erfolgt meist in Vollnarkose durch die Nasenlöcher, ohne sichtbare Narben.
Augenlider
Ober- und Unterlid operiert die HNO-Klinik des LMU Klinikums bei Gesichtsnervenlähmungen, wo Korrekturen aus funktionellen und ästhetischen Gründen nötig sind, etwa zum Schutz des Auges, und entfernt überschüssige Haut an Ober- und Unterlid anderer Ursache; die Oberlidplastik in örtlicher Betäubung oder Narkose, die Unterlidplastik in der Regel in Narkose.
Ohranlegeplastik
Abstehende Ohren legt die HNO-Klinik des LMU Klinikums mit einer Nahttechnik an, die die Ohrmuschel dem Schädel annähert und die Falte formt; es entstehen keine sichtbaren Narben. Bei Kindern ist der Eingriff etwa ab dem sechsten Lebensjahr in Vollnarkose möglich, bei Erwachsenen auch in örtlicher Betäubung. Die Klinik hat ihre Ergebnisse mit dieser Technik veröffentlicht.
Narben, Eigenfett, Botulinumtoxin
Störende Narben nach Verletzungen oder Operationen werden chirurgisch oder mit Laser behandelt. Eigenfettunterspritzung, Fettabsaugung und Behandlungen mit Botulinumtoxin gehören zum Spektrum, wo sie medizinisch begründet sind.
Facial Rejuvenation
Facial Rejuvenation ist die Sprechstunde der HNO-Klinik des LMU Klinikums München, in der ästhetische Medizin auf HNO-Fachwissen trifft: kosmetische minimalinvasive Korrekturen, injizierbare Behandlungen, Soft-Surgery-Verfahren und die Plasmabehandlung (PLEXR); dazu Botulinumtoxin als Therapie bei Gesichtsasymmetrien, Dystonien und spastischen Störungen der Kopf-Hals-Muskulatur. Sprechstunde nach Vereinbarung bei PD Dr. med. Chrisanthi Karapantzou.
Häufige Fragen
Bei vollständiger, dauerhafter Gesichtsnervenlähmung kann ein Muskeltransfer die aktive Bewegung des Mundwinkels wiederherstellen. Ob das infrage kommt, hängt von Ursache, Dauer der Lähmung und Gesundheitszustand ab und wird in der Sprechstunde der HNO-Klinik geprüft.
Rekonstruktive Eingriffe nach Fehlbildung, Unfall oder Tumor bezahlt die Krankenkasse in der Regel, rein ästhetische Eingriffe nicht. Die HNO-Klinik informiert vor dem Eingriff über die Kosten.
Abstehende Ohren können etwa ab dem sechsten Lebensjahr angelegt werden, bei Kindern in Vollnarkose, bei Erwachsenen auch in örtlicher Betäubung.
Termine und Kontakte
Plastische Sprechstunde, Campus Großhadern: Donnerstag 8:00 bis 15:30 Uhr (Dr. Kashani); Terminvergabe +49 (0)89 4400-73889 · Plastische Sprechstunde Ohr und Fazialis-Sprechstunde, Innenstadt: Freitag (Prof. Hempel), +49 (0)89 4400-53641 · Facial Rejuvenation nach Vereinbarung, +49 (0)89 4400-75981
Fachlich verantwortlich: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Canis, Direktor der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am LMU Klinikum · Stand Oktober 2026
Gesichtsreanimation bei Gesichtsnervenlähmung, Aufbau einer fehlenden Ohrmuschel, Rekonstruktion nach Tumoroperationen. Dazu ästhetische Eingriffe im Gesicht, wo sie fachärztlich sinnvoll sind.
Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie der HNO-Klinik am LMU Klinikum stellt Form und Funktion wieder her, wenn eine Gesichtsnervenlähmung die Mimik genommen hat, eine Ohrmuschel seit der Geburt fehlt oder eine Tumoroperation Spuren hinterlassen hat. Die Operateure sind Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde mit der Zusatzbezeichnung „Plastische und Ästhetische Operationen". [Bitte bestätigen: für wen die Zusatzbezeichnung gilt] Rekonstruktive Eingriffe nach Fehlbildung, Unfall oder Tumor übernimmt in der Regel die Krankenkasse; über die Kosten ästhetischer Eingriffe informiert die Klinik vor dem Eingriff.