COLECA Studie
Probleme im Schriftspracherwerb (Lesen und Rechtschreiben) und Probleme im Rechenerwerb können unabhängig voneinander auftreten. Andererseits erfahren auch viele Kinder Beeinträchtigungen in beiden Lernbereichen. Ungeklärt ist jedoch bislang, wann lediglich ein Lernbereich betroffen ist und welche Risikofaktoren dazu führen, dass mehrere Lernbereiche gleichzeitig betroffen sind.
Das übergeordnete Ziel des COLECA-Projektes ist es daher, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Lernstörungen besser zu verstehen. Dies ist die Voraussetzung für eine Verbesserung der Früherkennung und Diagnostik sowie für eine maßgeschneiderte Förderung.
In dem Projekt werden zwei sich ergänzende Erklärungsansätze für das gemeinsame bzw. getrennte Auftreten von Lernschwierigkeiten untersucht:
(a) die Identifizierung von gemeinsamen und spezifischen Risikofaktoren (Projektteile 1 und 2) und
(b) die Identifizierung defizitärer Prozesse des Lernens und der automatisierten Verarbeitung (Projektteile 3-5).
Für die Realisierung wurde ein länderübergreifendes Projekt mit fünf Projektteilen entwickelt, in welchem die ersten zwei Projektteile (blau) an Grundschulen durchgeführt werden sollen. Die Datenerhebung ist für das Schuljahr 2026/2027 geplant. Die an den Schulen erhobenen Daten sollen dazu dienen, den Erklärungsansatz (a) zu untersuchen und die vier spezifischen Gruppen zu identifizieren, mit denen der Erklärungsansatz (b) in weiteren Projektteilen (grün) außerhalb und unabhängig von der Schule untersucht wird.
Mitarbeiter/-innen
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Psychologie der Universität Graz (Projektleitung Graz: Prof. Dr. Karin Landerl) durchgeführt.