KOALA II

Kognitive Bias bei Adoleszenten mit Anorexia nervosa – eine experimentelle Studie zu aufrechterhaltenden psychopathologischen Mechanismen (KOALA II)

Gefördert von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Anorexia nervosa (Magersucht) ist eine psychische Erkrankung, die (meist) durch deutliches Untergewicht und einem intensiven Wunsch nach Kontrolle über das eigene Gewicht gekennzeichnet ist. Des Weiteren geht die Erkrankung mit einer ausgeprägten Körperschemastörung einher. Das bedeutet, dass Betroffene negative Gedanken und Gefühle bezüglich ihres Körpers haben und ihren Körper verzerrt wahrnehmen, sodass sie sich oft weiterhin „zu dick“ fühlen, auch wenn sie stark untergewichtig sind. Die Erkrankung betrifft vor allem Mädchen und junge Frauen und beginnt häufig im Jugendalter.

Wir wissen, dass sowohl Erwachsene als auch Jugendliche, die an Anorexia nervosa erkrankt sind, bestimmte Informationen (z.B. Informationen, die mit Essen, Figur oder Gewicht zu tun haben) anders wahrnehmen als Menschen, die nicht an Anorexia nervosa erkrankt sind. Diese negativen Verzerrungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung bestimmter Informationen nennt man auch „kognitive Bias“. Diese „kognitiven Bias“ für bestimmte Informationen könnten eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Erkrankung spielen und sich nachteilig auf den Therapieerfolg auswirken.

In der KOALA II-Studie wollen wir bei Jugendlichen und jungen Frauen mit Anorexia nervosa untersuchen, wie sich die Veränderungen in der Wahrnehmung und Verarbeitung essstörungsbezogener Informationen auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers auswirken, wie stabil sie sind und ob sie sich im Laufe der Behandlung verändern.